Unendliches Weltall

€ 35,20

              K03-2018

Der Weltraum, unendliche Weiten! Das

Universum bietet einen unermesslichen Raum

für die Wissenschaft. Menschen versuchen das

Geheimnis des Weltalls, mit seinen fernen

Galaxien und Planeten zu erforschen. Auf der

Rückseite finden Sie erklärende Texte zu den

einzelnen Bildern.

Kalenderformat 41 x 57 cm Bildgröße 41 x 53 cm Titelbild und 6 Monatsbilder alle Motive auf Folie gedruckt Verpackung in Schutzfolie (Tüte) ISBN 978-3-930473-01-4
Bildbeschreibungen: Titel: Die Milchstraße über dem Yellowstone Nationalpark Der Yellowstone Nationalpark liegt im Nordwesten der USA, im Bundesstaat Wyoming. Weltberühmt ist er wegen seiner geologischen Sensationen, beispiels-weise den Geysiren, Schlammtöpfen oder heißen Quellen. Grundlage dieser hydrothermalen Aktivitäten ist ein sogenannter Hot Spot, also eine oberflächennahe Magmakammer, oberhalb derer das Grundwasser erhitzt wird. Die prächtige Aufnahme zeigt die Milchstraße über der Thermalquelle „Grand Prismatic Springs“, die als die größte der USA gilt. Januar/Februar: Orionnebel im gleichnamigen Sternbild Orion Blickt man in unseren Breiten an einem klaren Winterabend nach Süden, so fällt das Sternbild Orion auf, das in Form und Helligkeit unverwechselbar ist. Wenig unterhalb der drei auffälligen Gürtelsterne entdeckt man einen schwachen Fleck, den Orionnebel. Er ist ein Emissionsnebel aus unserer Galaxis, 1.350 Lichtjahre von uns entfernt und auch in kleineren Teleskopen ein dankbares Himmelsobjekt. Emissionsnebel emittieren im Gegensatz zu Reflexionsnebeln Licht in verschiedensten Farben. Wenn wir nur nahe genug wären, könnten wir dann den Orionnebel wie auf dem Foto sehen? Das ist ausgeschlossen, handelt es sich doch um eine Infrarotaufnahme des Paranal-Observatoriums in der Atacamawüste im Norden Chiles. Infrarot liegt außerhalb des Empfangsspektrums des menschlichen Auges. März/April: Turbulenzen über Jupiter Turbulente Wolken zieren das Erscheinungsbild von Jupiter, die Dynamik seiner Atmosphäre scheint greifbar. Rund, gelb und klein versteckt sich ein Trabant des Jupiters, wie auf einem Suchbild. Es ist der Mond Io, der innerste der vier Monde des Riesenplaneten, der mit einem Durchmesser von 3.643 km unseren Mond um 200 km übertrifft. Die vier größten Monde werden auch als Galiläische Monde bezeichnet zu Ehren von Galileo Galilei, dem berühmten Astronom aus Mittelitalien, der mit einem einfachen Linsenfernrohr bereits im Jahr 1610 die Trabanten entdeckt hatte. Die Aufnahme wurde von der Sonde Voyager I gewonnen, die bereits 1977 startete, 1979 Jupiter erreichte und ab 1990 mit 61.000 km/h in den interstellaren Raum raste. Bei Erscheinen dieses Kalenders ist unser kleiner Botschafter 21 Milliarden Kilometer von uns entfernt und damit das entfernteste menschliche Objekt aller Zeiten. Für menschliche Maßstäbe sehr weit, für kosmische Maßstäbe sehr nah, gerade mal 19 Lichtstunden von uns entfernt. Mai/Juni: Spiralgalaxie im Sternbild Pfau Diese riesige Milchstraße ist mit einer Ausdehnung von 500 Millionen Lichtjahren 5-mal so groß wie unsere Heimatgalaxie und ist die zweitgrößte bislang entdeckte Galaxie. Die Materieverbindung zu der kleinen Galaxie rechts vom Kern spricht für eine Wechselwirkung zwischen beiden Sternwelten. Gefunden werden kann diese Spiralgalaxie im Sternbild Pfau nur am Himmel der Südhemisphäre und bleibt so dem europäischen Sternhimmel verborgen. Die Aufnahme stammt vom VLT (Very Large Telescope) auf dem Cerro Paranal in der Atacamawüste in Chile. Das Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 8,2 m und wird mit seinen drei baugleichen benachbarten Geschwistern von der Europäischen Südsternwarte (ESO) betrieben. Juli/August: Erdaufgang! Erdaufgang über der Kraterlandschaft des Mondes am 12. Oktober 2015. Zu sehen ist Afrika mit seiner wolkenverhangenen Äquatorialregion, am rechten Rand verschwimmt Saudi-Arabien. Links der Bildmitte zeichnet sich der südamerikanische Kontinent ab und tief im Süden erstrahlt die Antarktika. Gewonnen wurde die Aufnahme vom LRO (Lunar Reconnaissance Orbiter), einer Mondsonde der NASA, die am 18. Juni 2009 von Cape Canaveral startete. Deren Aufgabe ist die detaillierte Erforschung des Mondes, genauer die topographische Kartierung der Oberfläche, die auch die Suche nach Wassereis in den Polarregionen einschließt. Dabei wurden Reste früherer Mondmissionen entdeckt, so die Fußspuren der Astronauten von Apollo 17. Eigentlich schade, wo doch die Vorstellung, die Mondlandung habe nur in den Studios von Hollywood stattgefunden, sich anschickt, postfaktische Realität zu werden. September/Oktober: Emissionsnebel im Sternbild Skorpion Dieser Emissionsnebel im Sternbild Skorpion gilt - poetisch umschrieben - als kosmische Kinderstube, in der blau glänzende Lichtpunkte auf Sterne im Entstehen hinweisen. Oberhalb der Bildmitte zeigen sie sich als junge energiereiche und sehr heiße Sterne. Die Aufnahme stammt vom Hubble-Weltraumteleskop, das seit 1990 in einer Höhe von 560 km, unabhängig von atmosphärischen Störungen, die Erde umkreist und immense astronomische Erkenntnisse erzielt hat. Da sich der Orbit kontinuierlich verringert, wird das Teleskop um etwa 2024 in der Erdatmosphäre verglühen. Ersatz soll ein im Jahr 2018 startbereites wesentlich leistungsfähigeres Weltraumteleskop bieten. November/Dezember: Planetarischer Nebel im Sternbild Wassermann Die Infrarotfotographie des Helixnebels im Sternbild Wassermann zeigt ein thermisch aktives Zentrum, umgeben von kühleren Schichten. Der Ursprung dieses sogenannten planetarischen Nebels ist ein kollabierender Stern, dessen Reste als Hüllen aus Gas und Plasma ausgestoßen werden. Im Zentrum des Nebels bleibt der Stern als Weißer Zwerg zurück mit hoher Oberflächentemperatur, bei einem Durchmesser von nur mehr 10.000 km. Die Bezeichnung „Planetarischer Nebel“ stammt aus der Frühzeit der Teleskopbeobachtung in der Mitte des 18. Jahrhunderts, als die bescheidene Auflösung der Teleskope keine Einzelheiten, sondern nur ein mattes Scheibchen erlaubte.